Der Begriff „vorrangige Versicherung“ oder Primärdeckung beschreibt eine besondere Regelung im Versicherungsvertrag. Sie bedeutet, dass die Cyberversicherung im Schadensfall zuerst leistet, auch wenn für denselben Vorfall theoretisch noch ein anderer Versicherungsvertrag besteht.
In der Praxis kommt es häufig vor, dass bestimmte Risiken oder Schadenereignisse durch mehrere Versicherungen gleichzeitig abgedeckt sind – zum Beispiel durch eine allgemeine Betriebshaftpflichtversicherung, eine Vermögensschadenhaftpflicht oder eine Elektronikversicherung.
Wenn nun ein Cybervorfall eintritt (z. B. ein Hackerangriff, ein Datenverlust oder ein Phishing-Schaden), kann es sein, dass sowohl die Cyberversicherung als auch ein anderer Vertrag für denselben Schaden in Frage kommt.
Die Regelung der vorrangigen Versicherung oder Primärdeckung (priority coverage) stellt klar:
Die Cyberversicherung übernimmt in solchen Fällen vorrangig die Regulierung des Schadens. Das bedeutet:
Diese Regelung verschafft dem Versicherungsnehmer mehr Sicherheit und Klarheit, weil es keine Unsicherheit darüber gibt, welcher Versicherer zuerst in Leistung gehen muss. Die Vorteile der vorrangigen Deckung in der Cyberversicherung: