Cyber-Betrug vs. Cyber-Diebstahl

Bei Hackerangriffen kommt es sehr häufig auch vor, dass Vermögenswerte vom Unternehmen durch Kriminelle abgezogen werden. Dabei unterscheiden die Versicherungsbedingungen sehr genau zwischen Cyber-Diebstahl und Cyber-Betrug.

Bedingungsgemäß ist bereits der Cyber-Diebstahl im Rahmen unserer Cyber-Versicherung mitversichert. Bei dieser Art des Vermögensschadens wird unmittelbar das vorhandene IT-System ausgespäht bzw. manipuliert.

Schadenbeispiele zum Cyber-Diebstahl:

  • Kriminelle hacken sich ins IT-System des Unternehmens ein und überweisen sich selber Geld.
    Schadenpotential: Geldabfluß
  • Kriminelle hacken sich auf die Telefonanlage des Unternehmens und leiten die eigenen Anrufe von dort auf teure Servicenummern.
    Schadenpotential: erhöhte Telefonrechnungen
  • Kriminelle kontrollieren die Rechenleistung des IT-Systems und "schürfen" unbemerkt Kryptowährungen.
    Schadenpotential: erhöhte Stromrechnungen und erhöhte Nutzungsentgelte des Rechenzentrums.

Bei einem Cyber-Betrug wird beispielsweise ein Mitarbeiter unmittelbar getäuscht und führt unmittelbar einen Vermögensschaden herbei. Dieser Art von Schadenfällen ist auch unter den Begriffen "Fake-President" oder CEO-Fraud bekannt.

Schadenbeispiele zum Cyber-Betrug:

  • Kriminelle verschaffen sich Zugang beispielsweise zum Email-Account des Geschäftsführers und machen von dort aus einem Mitarbeiter in der Buchhaltung glaubhaft einen größeren Geldbetrag wegen eines geheimen und dringenden Geschäfts schnellstmöglich anzuweisen (Fake-President-Fall).
  • Kriminelle haben Zugriff auf das IT-System und täuschen dadurch einen Mitarbeiter im Unternehmen, sodass dieser die Kontodaten vom Rechnungssteller derart ändert und die Summe an ein falsches Konto bezahlt (Lieferantenbetrugsfall).